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Saisonende beim Kurfürsten in Schleissheim

Wie bei Max Emanuel. Feierlich, festlich und sportlich – so ist die Saison des Schleppjagdverein von Bayern zu Ende gegangen auf der imposanten Schlossanlage, die der Kurfürst Max Emanuel vor 300 Jahren errichtet hat. Seit neunzehn Jahren ist das der Rahmen für das SvB-Event.

Feierlich und festlich der Empfang im Vestibül, der Sektempfang und das Jagdfrühstück mit Blick über die Parkanlagen bis Schloss Lustheim und der Klang der Parforcehörner von den beiden Bläsergruppen „Anjagd“ und „Rallye Trompes de la Bavière“.


Vor dem Hintergrund der Geschichte der Schlossanlage und seines Erbauers versammelte der SvB-Präsident und Master Toni Wiedemann die Jagdgesellschaft im Salon des Kurfürsten und ließ die erfolgreiche Saison Revue passieren. „Die Jagdherrschaften, die Schlossverwaltung Schleißheim, die Equipage, die Bläser und alle Reiter und Mitglieder haben aktiv zum guten Gelingen der zu Ende gehenden Saison mit beigetragen.“  Groß der Beifall und Respekt für die „jungen Wölfe“, Bläsernachwuchs aus dem Chiemgau, der sich gekonnt mit eingebracht hat.


Beim Stelldichein nahmen die beiden Bläsergruppen wieder Aufstellung um Reiter, Pferde und die Meute vor dem Schloss zu begrüßen. Eine strahlende Mittagssonne beleuchtete die Jagdgesellschaft. Auch die zahlreichen Zuschauer genossen sichtlich dieses Bild. Als das Jagdfeld, der Equipage folgend in den Park ritt, konnte man den Atem der Geschichte spüren, der von dieser besonderen Atmosphäre in dieser geschichtsträchtigen Schlossanlage ausgeht.


Im Galopp und mit Schleppen ging es die Alleen rauf und runter. Auch die Parkwiesen hinter Schloss Lustheim boten ein super Geläuf. Über den Weg entlang des Mittelkanals ging es zurück zum großen Schloss, wo gegenüber den Arkaden Sherry und weitere Getränke zur Rast gereicht wurden.
Bald kamen die Signale zum Aufbruch. Der zweite Teil der Jagd wird traditionell auf den angrenzenden Grünflächen der Schleißheimer Heide geritten. Hier jagte der Kurfürst vor 300 Jahren mit seiner Riesenmeute aus französischen Hirschhunden. 1888, also vor 130 Jahren war dieses Gelände mit das Hauptjagdgebiet der 1. Bayerischen Schleppjagdmeute, welche Herzog Maximilian als Kommandeur des Königlich Bayerischen Reitinstituts gegründet hat. Mit Jubiläumsveranstaltungen 1988 und 2018 erinnerte der SvB bereits an die Historie dieses Geländes.


Der kühle Ostwind blies den Reitern ins Gesicht, als sie der Meute bei den Schleppen zum Gut Hochmutting folgten. Nach einigen Minuten des Verschnaufens beim Gut wurden die Rückschleppen angelegt, welche wieder auf den Heideflächen neben der Parkmauer endete. Die zahlreichen Zuschauer und Jagdgäste konnten vom Hügel aus zuerst die beiden Schleppenleger und dann das jagende Pack und den Jagdverlauf beobachten.


Zwischenzeitlich unterhielten die Bläsergruppen die Jagdgäste. Gemeinsam bliesen sie zum Schlussgalopp geblasen, während das Jagdfeld in breiter Front und versammeltem Tempo zum Halali-Platz ritt.
Auch hier Freude, Glück und Sonnenschein - was für ein Jagdtag sein. Auf der Parkwiese am Schloss wurde offiziell die letzte Jagd der Saison beendet, stilvoll und mit Respekt, mit Dank an die Hunde, Dank an die Pferde, den Bläsern und Reitern und allen, die dazu beigetragen haben.
Text: Toni Wiedemann und Fotos: RK-Fotografie Roland Kretzschmar