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Drei-Meuten-Fest für 50 Jahre Ronneburg

Das 50-jährige Bestehen der Taunusmeute wurde am Hubertus-Samstag mit einer besonderen Drei-Meuten-Abschluss- und Jubiläums-Schleppjagd gebührend gefeiert. Bei Sonnenschein und unter strahlend blauem Himmel erschienen Wald und Flur in ihre schönsten Herbstfarben getaucht. Traumhafte Bedingungen für diese Traditionsveranstaltung der Taunus-Meute, die seit 50 Jahren ihre Saison vor der malerischen Kulisse der 800 Jahre alten Ronneburg beschließt.

Zum Stelldichein trafen sich die Gäste im Ronneburger Hof bei Jointmaster Willibald Müller und seiner Frau Charlotte Ringel. Danach wurden die Pferde auf der großen Wiese oberhalb des Hofes aufgewärmt.



Taunusmeute, Frankenmeute und die Böhmer-Harrier-Meute waren eingeladen – solch ein Zusammentreffen aus mehr als 60 Foxhounds, Beagles und Harriern hat es vermutlich noch nicht gegeben, um gemeinsam den gelegten Schleppen nachzuspüren.



Die Bläser der „Rallye Rheingau“ und „Hinter der Meute Westfalen“ gaben das Signal zum Aufbruch auf die 15 Kilometer lange Strecke durch das Ronneburger Hügelland. Sechs  Schleppen wurden gelegt mit 20 gekonnt gebauten Hindernisse für die Reiter im ersten Feld, direkt hinter den Hunden. Die anspruchsvollste Schleppe bot sechs Wald- und Wiesensprünge und einen Graben. Die wohlverdiente Pause schloss sich insofern folgerichtig unmittelbar nach diesem Kraftakt für Hund, Ross und Reiter an. Einen besseren Rastplatz als diese idyllisch gelegene sonnige Wiese am Waldrand hätte es an diesem Tag nicht geben können.   



Die beeindruckend große Hunde-Meute verrichtete ihre Arbeit zuverlässig. Der besondere Reiz bestand diesmal darin, dass man ihr Geläut, bedingt durch das hügelige und damit unübersichtliche Gelände, bereits weit im Voraus hören konnte, lange noch bevor die ersten Hunde zu sehen waren.  Wehende Mähnen, flatternde Rockschöße - im Galopp folgte das Feld aus über 70 Reitern als Gäste der Taunus-Meute.


Die Hounds hatten Spaß. Im Übereifer passierte es, dass die Meute auch ohne eine Schleppe auf und davon spurtete. Glücklicherweise waren keine befahrenen Straßen weit und breit vorhanden. Sehr beeindruckend, wie die Equipagen in der Lage waren, unmittelbar in den gestreckten Galopp überzugehen, hinterher zu preschen, um die Hunde in ihre Schranken zu weisen und in Gewahrsam zu nehmen. Jedenfalls war man Nullkommanichts wieder Herr der Lage.


Bekannt ist der Ronneburger Halali-Sprung hoch oben aus dem Wald heraus auf die große Wiese, bereits mit Sicht direkt auf die Ronneburg. Das Hindernis war wieder der gekonnte Schlußpunkt zum Ende der Jagd. Nach diesem letzten Sprung ging es schnurstracks den Burgweg hinauf zur Burg durch das äußere Torhaus hindurch in den Burghof mit seinem traumhaften Ambiente.


Dort erhielten die Hunde den verdienten Lohn für ihre Arbeit und nahmen auf Kommando wie immer zielstrebig und gierig das Cureé auf. Nergil Yilmaz verteilte die Brüche und die besonderen Jubiläumsknöpfe.



Im fast 500 Jahre alten Bandhaus der Burg Ronneburg klang das Jubiläum aus mit einem festlichen Ball.
Text und Fotos: Peter und Viviane Jäger. Mehr Bilder von GiveMeASmile.de in der Fotogalerie:
pictrs.com/givemeasmile/5987948