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Ds Masters Wunschkonzert in Erlhammer

Der Reitclub Erlhammer lud ein in die Oberpfalz zur Schleppjagd mit dem Schleppjagdverein Frankenmeute, und es wurde wieder ein Jagdtag voller strahlender Gesichter und emotionaler Momente. Über dem ganzen Tag schwebte die „Freude schöner Götterfunken“.

Vom Anfang bis zum Schluss hatten die vielen Aktiven des Reitclub Erlhammer um Anja Kraus und die Familie von Albert und Claudia Schrembs mit Tochter Carolin, ein rundes und stimmiges Erlebnis geschaffen und mit viel Herzblut und Sachkenntnis eine tolle Jagd auf die Beine gestellt. Dass das alles von einem Reitverein zusammen gestaltet und umsetzt wurde, war schon wirklich etwas Besonderes. Der Verein hatte sich ja schon mit einer Road Show an der Initiative der Frankenmeute beteiligt um jungen Reitern den Einstieg in das Schleppjagdreiten zu ermöglichen. Jetzt stemmte die „ganze Truppe“ erfolgreich zusammen bereits die zweite Jagd. Master der Frankenmeute Uwe Hochbrückner mit seiner Equipage und Präsident Dr. Armin Kirchdorfer freuten sich schon im Vorfeld riesig darauf, wieder mit diesem besonderen Verein zusammen zu jagen.


Bereits beim Stelldichein auf der Anlage der Familie Schrembs in dem wunderschön dekorierten und eigens ausgeräumten Heuschober wurden die 35 Reiter aus ganz Bayern und auch die einheimischen Teilnehmer auf das herzlichste begrüßt und die Gastgeber des Vereins widerlegten wieder einmal alle noch so hartnäckigen Gerüchte, die sich in Franken und anderen Teilen Bayerns um die Oberpfälzer ranken mit ihrer offenen, von Herzen kommenden Gastfreundschaft. Sicherlich mit ein Grund, warum so viele Reiter auch aus der Ferne kamen. Zum großzügigen Frühstück wurde geladen, mit traditioneller Weißwurst und Wienerle, einem riesigen Kuchenbuffet und vielen Leckereien.


Auf der Wiese sammelte sich anschließend das Jagdfeld und nach der Begrüßung durch Anja Kraus und Armin Kirchdorfer ging es mit den Beagles der Frankenmeute auf die 18 Kilometer lange Strecke mit insgesamt neun wunderschönen, langen Schleppen. Carolin Schrembs führte das Feld an und wurde von ihren Feld- Pikören Particia Mark, Miriam Egeter und Tanja Heider unterstützt. Die Schleppe legten Nina Albert und Angelika Pflaum. In der Streckenauswahl und Zusammenstellung zeigte sich dann auch das sehr jagderfahrene Händchen der Familie Schrembs: alle Schleppen ließen sich sehr gut reiten und boten dennoch die reiterliche Herausforderung, die eine Jagd einfach braucht.
18 jagdgerechte Sprünge bis 90 cm hatte das Team gebaut, sehr abwechslungsreich und immer gut anzureiten – Baumstämme und Strohballen, überbaute Gräben und Bürstensprünge – zum Teil mit niedrigeren Alternativen und alle wunderschön ausgearbeitet und dekoriert. Die Sprünge passten sich ideal in die landschaftlichen Gegebenheiten der Schleppen ein.


Und was ist das für eine wunderbare Landschaft hier in der Oberpfalz! Sie besticht einfach durch Natur-pur, ist kontrast- und abwechslungsreich mit Wiesen und Wäldern, führt bergauf und bergab und vor allem die stillen Wälder und Naturseen bieten immer wieder – demjenigen der sein Herz dafür öffnen kann- eine wild-romantische Stimmung und ein berührendes Erleben der Natur.


Dazu ergab sich beim Stopp eine Minute der Ruhe und des Genießens an den beiden wunderschönen Seen der Haferdeckmühle. Hier verwoben sich die Klänge des Konzertes der Kaibitzer Schlossbläser, die Jagdfanfaren und andere Musikstücke mit der wilden Romantik der Szenerie zu einem vollkommenen Moment des Anhaltens und Ankommens, der die Herzen berührte. Ein Durchschnaufen, körperlich und seelisch, ein Kontrast zwischen dem Genuss des schnellen Jagdgalopps und dem Innehalten.


Danach ging es über weitere Schleppen bis zur Halali- Wiese auf der Anlage Schrembs wo bereits ein knisterndes Lagerfeuer die Jagdgesellschaft erwartete. Ein passender Rahmen für den Dank an die Hunde und die Bruchverteilung. Vor dieser Kulisse nun begeisterten die Kaibitzer Schlossbläser erneut mit ihrer konzertanten Musik: neben anderen spielten sie „Freude schöner Götterfunken“ aus Beethovens 9ter, speziell auf Bitten des Mastern nochmals auch an dieser Stelle. Es gab niemanden der nicht spätestens jetzt eine Gänsehaut bekam!


Die Beagles der Frankenmeute zeigten sich auch an diesem sonnigen Sonntag laut und spurtreu und jagten die Schleppen mit ihrem üblichen Feuereifer sauber aus. Nach dem Versorgen der Pferde stärkten sich die Reiter noch mit einem Jagdessen und machten sich auf die – zum Teil längere- Heimreise. Aber alle waren sich einig: die Schleppjagd in Erlhammer ist jeden Reise wert!


Text: Reinula Böcker und Bilder: Hermann Zacher