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Fontainebleau wieder "en fête"

Es ist die größte unter vielen Meuteschauen in Frankreich und - so sagt man - die beste unter den "top 3" im Land: Die „Nature et Venerie en fête“ in Fontainebleau. Ês war bereits die 16. Auflage, die die Familie des Masters Pierre Francois Prioux und seiner Frau Marie Helène mit den  Mitgliedern ihrer Meute Le Rallye Tempête jetzt auf dem großen EM-Gelände des „Grand Parquet“ inszenierten, und inzwischen ist es eine veritable professionelle Inszenierung geworden. Reisende aus Deutschland waren wieder dabei.

„So etwas habe ich noch nie gesehen“, fasste Jürgen Horn (Weser Vale) zusammen und sprach damit der Gruppe der PM-Reisenden aus dem Herzen. Wo denn wohl auch? Dreißig Meuten mit ihren Equipagen, zig Bläser zum Concours, 60 Anwärter auf den Titel des Jagdreiter-Champions und ungezählte Hunde aus Jagdhunderassen, von denen man in Deutschland noch nicht einmal gehört hat – wo kämen die auch sonst zusammen.



Auf eigene Faust waren Mitglieder der Vogelsberg-Meute angereist: Stilecht mit ausreichend Picknick-Accessoirs. „Wie ruhig die Hunde hier alle sind. Das würden unsere Beagles wohl nicht so mitmachen“, staunte Axel Malm, der mit Karin Mack und den anderen Vogelsbergern reichlich Anregungen sammeln konnte.


Das zweitägige Fest steht und fällt mit der Familie Prioux. Die Tochter ist überall in vorderster Front, bei der Verkehrseinweisung ebenso wie im Sattel bei der Meutevorführung. Ihr Bruder Philippe löst völlig cool und immer freundlich große und kleine Probleme vor und hinter den Kulissen und agiert als Moderator am Mikrofon ebenso souverän wie er seine Hunde führt. Die „membres“ der Rallye schmieren Baguette im Akkord, schenken alles aus, was flüssig ist und wissen jetzt schon, wo sie im kommenden Jahr um diese Zeit sein werden. Als Helfer auf dem Grand Parquet natürlich. Der Enthusiasmus der Familie Prioux steckt an – und ist einträglich für die Meute, die sich mit diesem Event – Ticketpreis 7 Euro (!) - ihre Jagdpachten in drei renommierten Gebieten finanziert. Bei heißem sonnigen Wetter stimmten die Besucherzahlen in diesem Jahr.



Die „Shopping-Meile“ ist stetig gewachsen und zieht auch internationale Anbieter an, die Praktisches ebenso zeigen wie Elegantes. Nicht weniger als 24 Organisationen und Interessenverbände nutzen die Präsenz auf der Messe um ihre Sache darzustellen, die Association der jungen Jäger ebenso wie große Tourismus-Verbände. Stark verbessert ist die Restauration, die deutlich und reichlich über das „Grillades et frites“-Niveau gesteigert wurde. Aber alles andere wäre auch nicht „typisch französisch“.


Text und Fotos: Petra Schlemm
Bilder des offiziellen Fotografen Jean-Pierre Furic hier:
goo.gl/photos/7eAnZ8YWmw6Gx4UM9