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Pures Vergnügen im Verborgenen

„Begleitende Fahrzeuge sind nicht erwünscht, da Strecke nicht befahrbar. Wir jagen für uns und nicht für Zuschauer!“ Das tönt ruppig – aber es traf den Kern der Sache. So klingt es deutlich aus dem Bericht heraus zu der Schleppjagd im Grinder Wald bei Schneeren. „Da wo Welfen jagen“, hieß es in der Einladung noch weiter - und die haben sicher auch nicht auf volksfest-gewöhnte Zuschauer gewartet.

"Was macht man einem Mittwoch um 14 Uhr? Man trifft sich mit Freunden in Schneeren am Schneerener Krug und reitet mit und auf Einladung der Jagdgemeinschaft "Unter den Eichen". Hinter der stehen der Jagdherr Cay Wulff und der Mitveranstalter Kersten Lieker. Eine Jagd hinter der Niedersachsen Meute. Ein paar Handvoll sind da: siebzehn Reiterinnen und Reiter trafen sich bei Nieselwetter, zahlten ihr Cap, hielten kurz small talk, sattelten ihre Pferde und folgten der NM auf die erste Schleppe. Cay Wulff und Kersten Lieker hatten auf der Einladung die Jagd ohne Zuschauer und ohne Schnickschnack bezeichnet. Alle Anwesenden waren von dieser Jagd begeistert, da es mal nur auf die Hundearbeit und aufs Reiten ankam. Hindernisse gab es fast nur aus dem gewachsenen Gelände und durch den Sturm zwei Wochen zuvor, der gerade in Norddeutschland schwer gewütet hat.


Sieben Schleppen durch Wald, auf Rückegassen, über Wiesen und sogar angesäte Äcker, was mit den Landbesitzer abgesprochen war. Steil einen Hang rutschend herunter, zwei Galoppsprünge aus einem Weg und ab über eine vom Sturm umgefegte Fichte in den nächsten Waldabschnitt. Selbst jetzt beim Schreiben verspüre ich noch einmal dieses Glücksgefühl und bin unendlich dankbar, dass es Menschen gibt, die uns das ermöglichen. Die Hunde, laut vor uns ohne dass man sie sah. Mein Gott, ist das schön.

Am Stopp kurz ’was getrunken, ein Stück Kuchen, von der Jagdherrin selbstgebacken, und weiter über Wiesen und eine umgestürzte Pappel Richtung nach Hause zu den Anhängern. Currée für die Hunde ohne viel Tamtam, und dann traf man sich zum Jagdessen. So viele zufriedene Gesichter sieht man selten, und Cosimo v.Dungern, der die Hunde ruhig und souverän geführt hatte, sprach von einen besonderen Tag, den er so noch nicht erlebte bei einer Jagd. Auch sein Vater Camill sprach von einer besonderen Jagd, die auf jeden Fall wieder holt werden muss.

Mein Fazit: Cay Wulff und Kersten Lieker haben eine Marke gesetzt! Da waren sich alle Teilnehmer einig."

Text: Joachim Haberzettl und Fotos: Kersten Lieker