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Traditionsjagd in der Eifel von Oberzissen

Die traditionelle Schleppjagd des Jagd-Reiter-Clubs Eifel hinter der Vogelsberg-Meute lockte wieder eine Vielzahl an Teilnehmern ins Brohtal und nach Oberzissen. Das ist „die Metropole des rheinländischen Jagdreitsports“, wo zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst – bereits seit den 90er Jahren die Oberzissener Jagdreiter traditionell zur Schleppjagd hinter einer Meute einladen.

Weit über Rheinland-Pfalz hinaus ist die Oberzissener Schleppjagd ein fester Bestandteil in der Terminplanung vieler Jagdreiter. In diesem Jahr konnten wiederholt Gäste aus Niedersachen, Bayern, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Hessen begrüßt werden. Insgesamt 62 Jagdreiter/innen trafen sich bei besten jagdreiterlichen Bedingungen - zunächst in der Oberzissener Schützenhalle, um bei einem ausgiebigen „Eifler-Buffet“ die Grundlagen für die Jagd zu legen. Pünktlich waren dann alle auf dem Abreiteplatz am Sportplatz, um gemeinsam die fordernde Strecke anzugehen. Die gesamte Reiterschar empfing zunächst die Jagd-Equipage der Vogelsberg-Meute aus Brachttal-Spielberg in Hessen und ließ deren 30 quirlige Beagles unter Führung des Masters Hans Nimrichter als Huntsman in ihre Mitte einziehen. Die Niederzissener Jagdbläsergruppe begleitete das Bild musikalisch. Nach einer kurzen Ansprache durch Jagdreiter Thomas Lühring ging es in zwei gut organisierten, jagdreiterlichen Feldern auf die Jagdstrecke in die Wälder rund ums schöne Galenberg. Das Springerfeld wurde dabei geführt von Thomas Lühring aus Burgbrohl in Begleitung der Pikörin Susanne Rozek aus Oberzissen. Das zweite Feld lag in der Verantwortung von Petra Schütz aus Oberzissen, unterstützt von den Pikören Anette Lühring aus Burgbrohl und Michaela Krieger aus dem Westerwald.


Das gesamte Feld wurde angeführt durch die „Schleppenleger“, Sandra Kraut aus Niederdürenbach und Laura Walscheid (Karweiler). Sie legten die Spur für die Jagdhunde, die ihnen über insgesamt knapp 16km Strecke immer „dicht auf den Fersen“ waren. Geritten wurden neun Schleppen, die mit hohem reiterlichen Geschick zu bewältigen waren und mit einer Vielzahl von teilweise anspruchsvollen Hindernissen im Wald und auf der Wiese gespickt waren.  Insgesamt konnten Reiter und Pferd ihr Können an 20 Hindernissen messen.
Für den Hindernisbau in dieser Jagdsaison waren Ludwig Bregenzer, Michael Nolden, Heinz Daum, Laura Walscheid sowie Arvid und Thomas Lühring vom Jagd-Reiter-Club Eifel e.V. zuständig. Alle Beteiligten waren sich nach dem Jagdende einig, dass die Jagdausrichtung dem unterschiedlichen Können von Pferd und Reiter gerecht wurde und eine Vielzahl von Möglichkeiten zu bieten hatte. Auf der Jagdstrecke selber gab es keine ernsthaften Stürze – alle Reiter/innen und Pferde konnten unversehrt die Jagd beenden.


Nach dem Halali-Sprung ging es noch retour auf den Abreiteplatz zur Schützenhalle nach Oberzissen, wo den Hunden für die erfolgreiche „Jagd“ mit der Curée estehend aus frischem Rinderpansen gedankt wurde. Martina Adams und Michael Nolden überreichten den Teilnehmern die Brüche. Begleitet wurde dieser Abschluss wiederum mit Jagdklängen der Jagdbläsergruppe aus Niederzissen – die auch während der gesamten Jagd die jagdreiterliche Gesellschaft mit ihrem Können unterhielten.


Nachdem die Pferde versorgt waren, die durchweg gute Leistungen in dem teilweise sehr anspruchsvollen Gelände gezeigt hatten, trafen sich alle zum „Schüsseltreiben“  in der Oberzissener Schützenhalle, wo die ein oder andere Szene nochmals in entspannter Atmosphäre ausgewertet wurde.
Text und Bilder: Thomas Lühring