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Kavallerie und das Jagdreiten

Der Deutsche Kavallerieverband und der Schleppjagdverein von Bayern veranstalten am 31. Oktober bei Sigmaringen eine traditionelle Schleppjagd. Schweizer Dragoner, Ulanen aus Polen, Dragoner aus Österreich, die Reiter des deutschen Kavallerieverbands und natürlich Jagdreiter aus nah und fern sorgen für ein „buntes Feld“, wie es vor mehr als 100 Jahren üblich war. Musikalisch untermalt wird die Veranstaltung durch das Bayerische Trompeterkorps in historischer Blechblasbesetzung.

Die große Zeit des Jagdreitens begann in Deutschland durch die Förderung der Kavallerie in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Niemals vorher und nachher war das Reiten und die Reitausbildung so vielseitig wie in dieser Zeit. Auf Grund der Anforderungen der Kavallerie wurde der moderne Warmblüter geschaffen und mit ihm ein ideales, geländegängiges und springsicheres Jagdpferd. Die 110 Kavallerie-Regimenter im Deutschen Kaiserreich waren angehalten, regelmäßige eigene Jagden zu veranstalten. Zwar hatten nicht alle Regimenter die teuren Hundemeuten, doch behalf man sich mit Jagden ohne Hunde oder dem Ausleihen von Hunden von den großen Meuten der militärischen Reitinstitute. In der Regel begann die Saison im Juli und ging bis Dezember.
Die Reitvorschrift von 1912 schreibt über das Jagdreiten: „Durch keinen Zweig der reiterlichen Ausbildung werden die zum dreisten, flotten Vorwärtsreiten querfeldein erforderlichen seelischen und körperlichen Eigenschaften bei Reiter und Pferd so geweckt und so erfolgreich geschult, wie durch das Jagdreiten. Es gewährt dem Reiter nicht die Zeit zu fürsorglichen Erwägungen in schwierigen Lagen; nur schnelle Entschlüsse ermöglichen es ihm oft, im Jagdfelde zu bleiben… Solche Leistungen heben das Selbstvertrauen und wecken den Ehrgeiz, diese mächtigen Triebfeder menschlichen Handelns. Auch hierin liegt mit der hohe erzieherische Wert des Jagdreitens.“



Weitere Informationen: kavallerie.net